Mit ‘Interview’ getaggte Beiträge

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Wie ich schon beim Interview mit Jugglerz erwähnt habe, will ich unsere Kategorie “Talk di Things” mit neuen und selbst geführten Interviews füllen. Wir bleiben im Süden Deutschlands und stellen euch die “Keep it Real Crew” vor. Nicht zuletzt mit der “Keep it Real Jam” hat die Crew um Lazy Kaal, Fabi, Stefan, Faboulus und Manu von sich hören lassen. Auch durch die erfolgreiche Teilnahme an der “Juggling Arena” im Zollamt (Stuttgart) und unzählige Juggling-Dances in ganz Deutschland und im nahen Umland dürftet ihr von der “Keep it Real Crew” schon gehört haben.

Wie der Name “Keep it Real Crew” schon vermuten lässt, besteht euer Sound aus mehr als 2 Personen. Stellt euch doch kurz mal unseren Lesern vor. Wie seit ihr zu Reggae/Dancehall gekommen und wo liegt euer Schwerpunkt?

Lazy Kaal: Mein erstes mal Reggae kam von meinem Bruder, natürlich ne Bob CD, da war ich ca. 9-10 Jahre. Hat mich noch nicht so begeistert, wie man bei anderen immer hört, aber war nice Mukke. Mit 12 Jahren fand ich dann die ersten “Blessed Love Mixtape-Kopien bei meinem Bruder. Die Musik darauf hat mich so geflasht, das ich die Tapes im ganzen Haus verteilte, eins im Wohnzimmer, eins in der Küche, bei mir im Zimmer und natürlich im Auto meiner Mum. Das lief dann rauf und runter. So bin ich zu Dancehall gekommen, kein wort verstanden, aber gefeiert wie ein großer. Das war so 97-98 d.h. Playground, Black Widow und Rotten Rich Zeit (Alles Riddims der Spät-90er. Mit 14 kam dann Plattenspieler und die ersten 7-Inchs ins Kinderzimmer, mit 16 erster Auftritt im Club Douala mit Kingzblend Sound, bei dem ich ca. 8 Jahre dabei war. Mein Schwerpunkt wechselt monatlich. Mal hab ich bock auf dem Dance nur “Warm up” zu spielen und hau dann eine Stunden “Jammys Tunes” raus, mal eher “Primetime” und “New Tunes”, je nach Stimmung und was mich den Monat über zu Hause am meisten gekickt hat.

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Fabi: Zu dem Sound bin ich vor allem über ältere Freunde und über Hip Hop gekommen. Irgendwann hab ich die ersten Gentleman Features bei Freundeskreis gehört und fands fett. Das „Journey to Jah“ Album hat mich dann so richtig auf den Geschmack gebracht. Als ich dann beim Stuttgarter Hip Hop Open einen T.O.K Artist Mix in den Hand gedrückt bekam, war ich endgültig gefesselt. Dann hab ich alles aufgesogen was es gab, hab die 90er nachgeholt, Foundation, Rocksteady und mir ein Pow Pow Mixtape nach dem anderen gekauft und im Walkman hoch und runter gehört. Die Zeit in der ich zu dem Sound gekommen bin war vor allem von “Modern Roots” geprägt. Das heißt nicht, dass das mein Schwerpunkt ist, aber auf jeden Fall meine erste Liebe. Würde auch eher sagen, dass sich der Schwerpunkt immer wieder ändert. Es gibt auf jeden Fall öfter mal “Lovers Rock” Phasen, dann wieder eher Dancehall Phasen. Es ist auch immer ein Unterschied, was man zu Hause hört und was man auf dem Dance feiert. Bei mir jedenfalls. 

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Stefan: Ich hatte eigentlich schon sehr früh über meinen Vater mit Reggae zu tun – Der war damals bei Contour tätig und daher wurde ich schon als kleines Kind zu den Festivals mitgeschleppt – Mich hat das ganze bis dahin allerdings nicht wirklich interessiert. Bewusst hab ich die Musik erst für mich entdeckt als ich im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal die fetten Dancehall Riddims wie “Bruckout” etc . auf einer Anlage gehört habe. Von da an hab ich nichts anderes mehr gehört und bin bis heute darauf hängengeblieben… Nach mehreren Jamaica Trips stand dann für mich fest: Das ist meine Musik und Leidenschaft und da hat sich einfach bis heute noch nichts geändert.

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Faboulos: Ich komme eher aus der Ska/Rocksteady Ecke. Da es bei uns früher eine recht vitale Ska Band und Festival Landschaft gab, war die erste Berührung mit karibischer Musik auf ersten lokalen Konzerten, wo dank umtriebiger Promoter auch Desmond Dekker oder Stranger Cole zu Gast waren. Der Weg zu den Sachen von Studio One zu aktuellem Reggae war geebnet und mit Hilfe von Sentinel Mixtapes auch Dancehall nicht mehr fremd. Da ich bereits früher mit der lokalen Jugendgruppe Ska Konzerte veranstaltet habe, beschlossen wir, dass wir Reggae und Dancehall genauso eine Plattform im ländlichen Raum bieten wollen. Der Countryside Jam war geboren und wuchs von Anfang an zu einer seriösen Institution im ländlichen Raum.

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Manu: Ich hab mich 2001 auf dem Splash Festival mit Reggae und Dancehall angefixt, auf das ich eigentlich wegen Hip Hop gefahren bin. Dort gab es damals noch die große offizielle Reggae Stage, auf der ich einige der ganz großen bestaunen durfte, ohne wirklich zu checken, wer da vor mir steht (u.a. Barrington Levy, Bounty Killer, Elephant Man, General Degree, Lexx, Vegas, Ward 21. Vor allem ). Durch diese Shows sowie einem Dancehall-Mixtape aus dem Nachbardorf, das über Umwege bei mir gelandet ist, war mir klar, dass ich meine persönliche Musikrichtung gefunden hatte! Ich war und bin immer noch fasziniert von der Individualität und Kreativität dieser kleinenInsel, der Vielfalt des Reggae und der Kultur der Rastafari, auch wenn ich selbst kein religiöser Mensch bin.

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Zu der Geschichte eurer Crew: Ihr kommt alle aus dem Süden Deutschland, habt aber euren Sound nicht gemeinsam gegründet. Wer gehört zu den Gründungsmitglieder und wer ist wann von wo dazu gestoßen?

Stefan: Mit einem Kumpel und Fäbe (MC Fabulous)haben wir uns d zum Ziel gemacht Reggae & Dancehall Parties aufm Land zu veranstalten. Diese Parties nannten wir Keep It real Jam… Die Lust aufs Auflegen und letztendlich der Sound „Keep IT Real Crew „ hat sich dann daraus ergeben.


Faboulos: Die Motivation einen eigenen Sound zu gründen war durch das Veranstalten des “Keep it Real Jams” sehr groß. Stefan und Ich begannen damals als Selectas und unser guter Freund Flo war am Mic. Später hab ich mir dann auch das Mic geschnappt und bekam wenig später Verstärkung von MC Manu, den wir gut aus der Region kannten. Wir haben Privatfestchen beschallt und so weiter bis wir dann in Ravensburg mit dem befreundeten Kingzblend Sound einen Regular bekamen. Von Kingzblend kam dann auch der LazyKaal und Fabi kam durch die Stuttgarter Verbindung zu uns.


Manu: Ich war als BWL-Student eine Weile als „Einzelkämpfer“ in der Szene unterwegs, nicht aktiv, sondern nur als leidenschaftlicher Hörer. Festivals, Konzerte, Dances, alles was kam, versuchte ich mitzunehmen. Zwischenzeitlich hatte ich mich auch etwas an den Plattentellern versucht, merkte aber schnell, dass das “juggeln” noch nicht die perfekte Beschäftigung für mich ist und dass es noch andere interessante Jobs im Soundbiz gibt. Doch ohne DJ kein Sound… wie der Zufall so will, traf ich auf einer Rodigan-Show hier bei uns im Süden ein paar Jungs (Stefan und Faboulos), die ich schon von Partys und Festivals kannte. Stefan erzählte mir, dass sie gerade einen Sound gegründet haben und noch jemanden fürs Mic suchen. Ich ergriff die Gelegenheit, durfte mein Können unter Beweis stellen und stehe seitdem als Badmanu (oder auch Baddayo) für die Crew am Mic. Die beste Entscheidung meines Leben!

Lazy Kaal: Seit 2010 bin ich bei Keep it real Crew! Da sich Kingzblend Sound verlaufen hatte, wir damit nur wenige Auftritte im Jahre haben und ich einfach weiter Bock hatte das Soundbizz aktiv weiter zu leben und zu spielen. Die meisten der Crew kenne ich schon länger vom sehen her aus der Kingzblend Zeit. Wir kommen alle aus der selben Gegend und Fabi hab ich erst richtig bewusst in der Crew kennen gelernt. Wobei sich herausstellte das wir uns schon mehrfach auf Konzerten und Dances in den letzten Jahren über den Weg gelaufen sein müssen.

Fabi: Ich komm ursprünglich aus Meersburg (Bodensee) und bin zusammen mit Lazy Kaal das neueste Mitglied der Crew. Durch mein Studium in Stuttgart hab ich Kontakt zu den Jungs geknüpft und die Wellenlänge war von Anfang an die gleiche, so dass wir gleich beschlossen haben zusammen einen Dance in Stuttgart zu starten. Alles andere hat sich dann ziemlich schnell ergeben. Ich hab aber auch vor „Keep it real“ schon Platten gesammelt und hier und da mal aufgelegt.

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Ihr habt mittlerweile mehrere “Regular” Veranstaltungen. Was unterscheidet eine “Keep it Real” Party von einem anderen Dance?
Mit der „New Chapter“ im Douala in Ravensburg (Big up an Stingray Disco an dieser Stelle) und der „Friday Vibes“ im Mono in Stuttgart, haben wir ein Regular in unserer alten und eins in unserer neuen Heimat. Gemeinsam haben beide Veranstaltungen, dass die Massive immer aus sehr viele alten und neuen Freunden besteht und so ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl aufkommt und eine fast schon familiäre Atmosphäre herrscht, die der Party-Stimmung allerdings keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Ah jus di vibes! Ich denke durch unsere verschiedenen Einflüsse sind unsere Partys musikalisch sehr vielseitig. Wichtig bei unseren Regulars ist uns auch der Crew Gedanke. Wir haben drei Selectas und zwei MC´s die alle unterschiedliche Aspekte mitbringen und trotzdem auf gleicher Ebene jugglen bzw. anheizen. So kommt Abwechslung auf die Partys und es wird nie langweilig. Das ist prinzipiell sowieso etwas was uns wichtig ist. Keine Party soll gleich sein wie die vorige, wir wollen uns weiterentwickeln neue Musik mitnehmen aber auch alte Perlen nicht vergessen. So etwas wie ein vorgefertigtes „Party Set“, dass dann zur Prime Time abgespult wird versuchen wir zu vermeiden.

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Ihr standet letztes Jahr im Zollamt das erste mal auf der Clashbühne. Habt dort unter anderem gegen Sounds geclasht, die euch sehr nahe stehen. was nehmt ihr aus dieser Nacht für euch mit? Und wurmt es euch, das ihr gegen einen Sound verloren habt, deren dubbox weitaus kleiner ist als eure?
Fabi: Der erste Clash war natürlich aufregend für uns, so wie das wahrscheinlich für jeden jungen Sound wäre, der das erste mal in der Arena steht. Dass wir größtenteils gegen Freunde geclasht haben hat unserer Kriegs-Stimmung keinen Abbruch getan :). Man muss halt wissen auf welcher Ebene man sich da begegnet und darf das ganze nicht zu ernst nehmen. Ich finde es auch schade, dass gerade große Sounds das ganz Clash Business so bitterernst nehmen, dass dieser Sound nicht gegen jenen clashen will und ein anderer nicht gegen diesen, nur wil man cool miteinander ist. Ein Clash heißt ja nicht, dass ich den anderen danach persönlich scheiße finde oder sowas. Da geht’s einfach nur um musikalische Unterhaltung auf Ebene eine Wettbewerbs. Ich seh da überhaupt kein Problem drin. Man wirft sich dann zwei Stunden lang Sachen an den Kopf und danach wird bei nem Bier über die Nacht diskutiert. Klar gibt’s auch Rivalitäten die von vorn herein bestehen, aber dann heißts halt trotzdem über der Gürtellinie bleiben und dann trinkt man danach halt kein Bier zusammen und freut sich, wenn man die anderen weggeclasht hat. Ich finde halt, wenn der Clash so einen ernsten Charakter bekommt, bleibt der Spaß auf der Strecke. Das heißt nicht, dass man das Ding an sich nicht ernst nehmen sollte, sondern das was dabei rauskommt. Mal gewinnt man, mal verliert man, as simple as dat!
Was wir mitgenommen haben ist, dass clashen ziemlich viel Spaß macht. Das es einen Sound auch nochmal näher zusammenbringt und dass man nicht zu viel nachdenken sollte und sich eher auf seine Intuition verlassen sollte. Ich denk gerade am Anfang kann man von einem Clash ziemlich viel mitnehmen. Ich könnte auf Anhieb zehn Punkte sagen, die wir beim nächsten mal mit Sicherheit besser machen werden. Aber das führt jetzt hier zu weit.
Dass Dubplates bei einem Clashformat wie der „Juggling Arena“ keine ganz so große Rolle spielen würde, wussten wir ja schon im Voraus. Trotzdem ist es natürlich ein bisschen schade, dass die Dubplate Runde so ganz ohne Bedeutung war und am Ende des Clashs auch immer mehr in Vergessenheit geraten ist. Es wäre vielleicht cooler gewesen, wenn nach der Dubplate Runde jemand rausgeflogen wäre, als nach der „45-Runde“. Am Ende wars dann halt so, dass der Clash eigentlich schon vor dem Dub-fi-Dub entschieden war. Auch das ist etwas schade, weil ich denk, dass wir im Dub-fi-Dub auf jeden Fall die weitaus besseren Dubs gespielt haben und einfach
gezeigt haben, dass unsere Box größer und tiefer ist (No diss, Big up Hasch a fyah). Aber durch die 3. Runde hatte Allgi die Leute auf seiner Seite. Da war leider nicht mehr viel zu machen.

Stefan: Sehe das eigentlich genauso wie Fabi – haben einiges an Erfahrung mitgenommen und bei der nächsten Runde ist der Sieg unser!  Das mit den Dubplates hat mich gar nicht gewurmt da ja von vorne rein klar war, dass diese nicht die große Rolle spielen werden. Im Dub fi Dub haben wir meiner Meinung nach auch einfach zu deep gespielt – Wir haben die Connection zu der Massive verloren und deswegen geht der Sieg meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung… Mich haben eher die Kommentare der sogenannten Clashheads geärgert bezüglich Arguments … Aber das wäre wahrscheinlich eine Diskussion für sich. Daher sag ich einfach mal Big Up an Hasch a Fyah – hat Spaß gemacht !

Habt ihr vor in näherer Zukunft wieder auf dem Battlefield zu stehen?
Wir werden auf jeden Fall weiter Dubs voicen und wenn wir Bock auf einen Clash haben, ne Anfrage kriegen und uns in der Lage fühlen, sind wir auf jeden Fall wieder dabei.

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Was sind eure Pläne für die nächsten 1-2 Jahre?
Prinzipiell hoffen wir erstmal, dass es so weitergeht wie im letzten Jahr. Wir wollen uns natürlich immer weiterentwickeln, d.h. viele Partys spielen, Selber Partys veranstalten und natürlich unsere Dubplate Box ausbauen, damit wir bald wieder clashen können.
Unser größtes Projekt ist natürlich die Keep it Real Jam, wo wir auch in den nächsten Jahren viel Energie reinstecken werden um die Veranstaltung zu etablieren und in unsere Region zu Hause Alternativen zu den üblichen Dorffesten zu schaffen.

Erzählt mal ein bisschen mehr über die “Keep it Real Jam”! Wie ist sie entstanden? Seit wann gibt es sie? und was kann uns dieses Jahr erwarten?
Faboulos: Grundlegend entstehen solche Initiativen aus Mangel an Alternativen in einer sehr strukturarmen Region. Wir kommen alle aus Dörfern, die nicht mehr als 600 Einwohner haben, wo subkulturelle Angebote Mangelware sind. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Liebhabern von Reggae und Dancehall im ländlichen Raum eine regelmäßige Plattform zu bieten, wo sie mit authentischer jamaikanischer Musik bedient werden.

Stefan:
Die “ Original Jam Idee “ kam Pasi ( ist ein weiteres festes Jam-Mitglied) und mir an einem  fröhlichen Samstagabend – Wir wollten eine coole Abschluss Party organisieren und haben währenddessen “Ali G in da house” angesehen … Wie auch immer am Ende hieß das Ganze “ Keep it Real Jam”, begann auf einem Grillplatz mit 150 Leuten bei bescheidenem Wetter und ist mittlerweile ein 2-tägiges Festival im Seepark Pfullendorf. Das ist natürlich der Wahnsinn und die zahlreichen positiven Reaktionen erfreuen uns dann natürlich umso mehr!

Fabi: Zählt man die erste Jam auf einer Waldlichtung dazu, dann sind wir mittlerweile schon bei der achten angelangt. Letztes Jahr haben wir das ganze zum ersten mal zwei-tägig veranstaltet. Da ich erst später dazugestoßen bin, kenn ich die Entwicklung aus erster Hand nur seit ca. vier Jahren. Auf jeden Fall hat uns die steigende Zuschauerzahl und die positiven Reaktionen darin bestärkt den Schritt zu gehen das ganze im größeren Rahmen und über zwei Tage zu veranstalten. Das ist natürlich ein großer zeitaufwand uns man muss ziemlich viel Energie reinstecken, aber es macht auch ziemlich viel Spaß, vor allem wenn man das Ergebnis sieht.

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Wie seit ihr an die Location gekommen? und was macht die Location besonders?
Fabi: Nachdem die alte Location in Königseggwald einerseits zu klein wurde und andererseits für Veranstaltungen dieser Art nicht mehr zur Verfügung stand, gab es für uns entweder die Möglichkeit uns etwas ähnliches zu suchen, oder den nächsten Schritt zu gehen, was natürlich auch mit einem hohen Risiko verbunden war/ist. Wir haben uns für Zweiteres entschieden und sind in der ganzen Region auf die Suche nach möglichen Locations gegangen. Wichtig war uns vor allem, dass wir in der Nähe der alten Location bleiben können, damit unser Grundgedanke nicht verloren ging. An den Seepark Pfullendorf haben wir eigentlich relativ schnell gedacht, wussten aber nicht ob das überhaupt möglich ist. Nach ersten Gesprächen mit der Stadt hat sich die Idee verfestigt und wir finden, dass wir eine ziemlich gute Location gefunden haben. Es gibt einen Badesee mit Wakeboard Anlage, eine große Wiese mit Beachvolleyballfeldern, einen Minigolf Platz, sehr gute Einkaufsmöglichkeiten direkt neben dem Festivalgelände, Duschen und Toiletten sind vorhanden und der Landwirt von nebenan stellt uns seine Wiese fürs Camping zur Verfügung. DieBedingungen könnten also kaum besser sein.

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Ihr habt mit dem anstehenden Clash zwischen Supersonic, Jugglerz und Komposti gleich mal eine Bombe platzen lassen. Wie seit ihr auf die Idee gekommen? wie schauen die Regeln aus? und
was versprecht ihr euch davon?
Fabi: Die Raktionen auf den Clash waren ja wirklich ziemlich gut. Eigentlich genauso wie wir uns das erhofft hatten. Wir haben schon länge mit dem Gedanken gespielt, Festival Vibes und Clash miteinander zu verbinden. Man muss dabei natürlich aufpassen, dass auch die Festival Leute, die eher Party machen wollen als fest in der Szene verankert sind, nicht zu kurz kommen. Deswegen haben wir uns für eine so offene Form entschieden. Es gibt also absolut gar keine Regeln, außer,dass am Ende das Publikum entscheiden wird, wer das Ding gewonnen hat, in welcher Form auch immer. Wir wissen ja selber nicht so genau wie das im Endeffekt ablaufen und ankommen wird, aber das ist ja gerade das spannende daran. Ich denke, wenn man drei Sounds dieser Güteklasse auf die Bühne stellt, wird automatisch ein bisschen gestichelt und genau das wollen wir nutzen. So kann
man den ganzen Competition Gedanke auch einer Massive zugänglich machen, die sich vielleicht sonst nicht so viel damit beschäftigt und auch die werden mit Sicherheit Spaß an der Sache haben. Ein Clash mit festen Regeln und Vorgaben würde den Vibe auf einem Fesitval wahrscheinlich killen und am Ende würden nur noch ein paar hundert Heads vorne stehen und die Dubs feiern. Das wär vielleicht gut für die Essensstände, aber weniger für die Unterhaltung. Deswegen wollen wir diese Form einfach mal ausprobieren und freuen uns natürlich, dass drei so fette Sounds mitmachen und sich darauf einlassen.

Stefan: Kann ich auch nur Fabi zustimmen – Das Ganze KANN legendär werden – je nach dem wie der Abend sich so entwickelt – Die 3 Sounds haben definitiv die Voraussetzungen. Unser Ziel war es ein modernes Party/Clash/Entertainment/ War/ Competition Konzept zu entwickeln … Ob die Umsetzung gelingt, werden wir am 14. Juni im Seepark Pfullendorf sehen..

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Könnt ihr schon mehr über das Line up sagen?
Uns ist immer wichtig möglichst Nahe am Geschehen zu bleiben. Ich denke die Stärke unseres Festivals ist, dass wir selber einfach große Liebhaber der Musik sind und das soll sich auch in unserem Line Up widerspiegeln. Neben dem Clash werden mit Randy Valentine und Romain Virgo zwei großartige Sänger am Start sein. Komplettiert wird die Romain Virgo Show von upcoming Artist Loyal Flames, der mit seinen Tunes in letzter zeit ebenfalls Hoffnung auf mehr gemacht hat. Auf die deutsche und regionale Szene wollen wir einen Blick werfen und haben mit Miwata und Ucee zwei aufstrebende Deutsche Artists im Line Up. Soundmäßig wird das ganz dann von Sentinel komplettiert.

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Wo können die Leser sich ihre karten bestellen? 
Tickets für die “Keep it Real Jam” kann man nur online kaufen! Auf www.keepitrealjam.de oder a
uf unserer Facbook SeiteIm Moment gibt es die Tickets für 23 Euro für beide tage inkl. Camping. Das gilt nur noch solange der Vorrat reicht.

Wo kann man euch in naher Zukunft “jugglen” sehen?
Wer mit uns feiern will, kann das jeden zweiten Freitag im Monat im Club Mono in Stuttgart machen oder alle drei Monate im Douala in Ravensburg. Ansonsten kann man über Facebook oder auch über die
Homepage alle unser auswärtigen Bookings erfahren.


Habt ihr noch ein Paar abschließende Worte für unsere Leser?
Fabi: Big up an die ganze Keep it real family in Stuggi, K´wald, Illmensee, Wilhelmsdorf, Ostrach, Saulgau, Ravensburg, Meersburg, Mannheim usw. Grüße an Dreiblatt, Schlawiner, Pinnacle
Clothing, Formzwei, die Chanchos Pelados, Ramsing 5 und die ganze Friday Vibes Massive. Ihr macht das ganze erst zu dem was es ist.

Stefan: Von mir ein DANKESCHÖN an meine Freundin die mich jedes Jahr bei den Jam Vorbereitungen erneut ertragen muss und natürlich an die Catering Crew.

Fabi: Ich glaub ich sprech hier im Namen aller Crew Mitglieder, wenn wir uns vor allem in Bezug auf die Keep it real Jam bei allen bedanken, die uns jedes Jahr so fett unterstützen uns freiwillig beim Auf- und Abbau, an der Bar, beim Catering, mit Fahrdiensten und Materialien, mit Grafik Arbeiten, Foto und Video Arbeiten und und und unterstützen. Ohne euch wäre das alles nicht möglich und das ist an dieser Stelle absolut keine Phrase.

Danke an Higher Level fürs Interview, Keep up the work. Six to the woooorld :)

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Mit dem Blick auf kommenden Samstag und den Clash von King Addies und Earth Ruler gibt es hier noch ein Interview mit Swugee Don von King Addies. Leider ist kein Video vorhanden. Das Interview wurde über ein Telefon geführt. Was die Themen aber nicht uninteressanter macht. Unter anderem spricht Swugee Don über die Rivalität mit Bass Odyssey in den Mitt und Spät 90ern, den Clash am Wochenende, seine Geschichte mit King Addies, und viele andere Themen.
Talk di things Swugee Don!

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German Soundsystem and Producers, Silly Walks Discotheque, getting Interview on Hype TV in Jamaica a few days ago.

The peeps of Shimmy Shimmy did this nice interview with UK Reggae Artist Mr. Williamz.

What name were you performing under at the age of 9?

At first I wasn’t using no name, cos I wasn’t planning anything, [deejaying] wasn’t my main desire, it was just something I got drawn to. So I didn’t have a name, I was just using my real name, Micah. Then when I started high school at the age of 10, they would have concerts at school on Fridays, so my friend encouraged me to perform. I went to an audition, the guy said flash a lyric and so I did and he said ‘yeah man, you sound bad ya know’ and he said ‘what’s your name’, and I said ‘Micah’, and him say ‘no, what’s your name, we want to put you on the poster’. He wanted to know my artist name but I didn’t have a name so he just called me Apache. He did the poster and then everybody knew that was me, just through the resemblance. Cos in Jamaica, if you have a slight Indian resemblance, they’re gonna call you apache or Indian or coolie man or something. Like Super Cat, he did the Wild Apache thing. So it just stuck and people were using that name for me, until about ’92, when i put on ‘cat’, cos I was coming in the style of Super Cat, the same energy to how we flex. That’s when I came to London. In London there was already Apache Indian, there was UK Apache, that’s why I changed to Kool Cat after cos I didn’t want people to mistake it, or think ‘yo he’s trying to be like Apache Indian, or UK Apache’.

Head over to Shimmy Shimmy for the full interview.

A while ago I’ve posted the Ninja Man Onstage Interview. Now here are two more Interviews with the Warlord and the Doctor. Have Fun!


Recently found this nice Interview with legendary Producers Mafia & Fluxy on the awesome Shimmy Shimmy Blog.

How did you both get into music initially?

In our family home my uncle had a sound system called Wizard Hi-Fi. We used to play on the sound system everyday when we came home from school.

What was the sound system scene like when you started? Could you give us an idea what it was like to grow up in the era of legendary UK sounds?

Yes, we had huge sound clashes with sounds like Fatman, Jah Shaka, Sir Coxsone Sound, they were the top 3 sounds in London at the time.

Read the whole Interview over at Shimmy Shimmy.

Just found this exclusive Interview with the legendary Bunny Lee, done by The Large, one half of the DJ Duo Jim Bones & The Large and editor of the incredible Shimmy Shimmy Blog.

Bunny ‘Striker’ Lee is one of the most influential and pivotal producers in the history of Jamaica, and the history of popular music. With a career spanning over 40 years, his contribution is undeniable: breaking some of reggae’s biggest names, having a literal and metaphorical hand in the creation of dub, and pioneering the deejay sound that would later form the backbone of rap music. I was asked to interview Striker a while back now by Westbury, his publisher, and after about 3 days of waiting round and re-arranging times due to Bunny’s hospital visits, we finally met up in a bar in Brixton. It turned out to be a pretty unbelievable afternoon – we were interrupted by Niney the Observer, only then to be gatecrashed by Tappa Zukie, and it all ended up with me singing ‘Natty Dread A Weh She Went’ in his face (he asked for it, literally). Dressed in a full red suit and his signature fisherman’s hat, the 70-year-old producer has some serious stories to tell. I have tried to touch the tip of the reggae iceberg…

Read the Interview over at Shimmy Shimmy.